Im Schuljahr 2025/26 entwickelte und realisierte das Calleo Institut in Abstimmung mit dem Landesamt für Schule und Bildung Sachsen eine landesweite Fortbildungsreihe zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Medien im MINT-Unterricht. Das Angebot richtete sich an Lehrkräfte aus weiterführenden und
berufsbildenden Schulen und nahm insbesondere die fünf Fächer Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Informatik in den Blick. Rund 150 Lehrkräfte waren für die modular aufgebaute Reihe angemeldet. In neun Gruppen wurden zunächst fächerübergreifende Grundlagen vermittelt. Darauf folgten bedarfsorientierte und fachspezifische Aufbauimpulse. Insgesamt fanden 34 Online-Fortbildungen statt.
Geschäftsführer des Calleo Instituts
Ausgangspunkt der Zusammenarbeit waren zwei Fortbildungen zu Künstlicher Intelligenz, die das Calleo Institut bereits 2024 für Lehrkräfte aus Sachsen durchgeführt hatte. Die positive Resonanz machte deutlich, dass neben allgemeinen KI-Grundlagen ein zunehmender Bedarf an fachbezogenen Einsatzmöglichkeiten
bestand. Darauf aufbauend wandte sich das LaSuB erneut an das Calleo Institut, um ein umfangreicheres Fortbildungsformat speziell für den MINT-Bereich zu entwickeln. Bei der Konzeption mussten mehrere fachliche und strukturelle Anforderungen berücksichtigt werden:
Ziel war ein Fortbildungsformat, das gemeinsame Grundlagen mit unterschiedlichen Kompetenzniveaus und fachbezogenen Vertiefungen verbindet. Im Mittelpunkt stand nicht die möglichst breite Vorstellung einzelner
Anwendungen, sondern die Frage, wie KI und digitale Medien konkrete Unterrichtsprozesse unterstützen und zugleich verantwortungsvoll eingesetzt werden können.
Die Stärke des Fortbildungskonzepts von Calleo für die sächsischen MINT- Lehrkräfte lag aus unserer Sicht in der konsequenten Orientierung an den Bedürfnissen der Teilnehmenden. Die dynamische Anpassung der Schwerpunkte, Niveaus und Gruppenzusammensetzungen ermöglichte ein individuelleres und praxisnahes Fortbildungserlebnis.
Die Fortbildungsreihe bestand aus zwei aufeinander abgestimmten Phasen. Den Einstieg bildeten fächerübergreifende Grundlagenseminare, in denen eine gemeinsame Orientierung zum sinnvollen Einsatz von KI und digitalen Medien geschaffen wurde. Daran schlossen sich Aufbauimpulse an, die besonders häufig gewünschte fachliche und methodische Themen vertieften.
Vor Beginn der Grundlagenphase wurde das digitale Vorwissen der angemeldeten Lehrkräfte erhoben. Anders als bei einer schulinternen Fortbildung nahmen nicht vollständige Kollegien einer einzelnen Schule teil. Die Gruppen setzten sich aus Lehrkräften verschiedener Schulen, Schulformen und Fachrichtungen zusammen. Auf Grundlage der Vorerfahrungen wurden die Teilnehmenden unterschiedlichen Niveaus zugeordnet, damit Inhalte und Vermittlungstempo möglichst gut zur jeweiligen Gruppe passten. Einsteigerinnen und Einsteiger erhielten ausreichend Zeit für grundlegende Erklärungen und erste Anwendungsschritte, während erfahrenere Lehrkräfte komplexere Einsatzszenarien bearbeiten konnten. Die Dozentinnen und Dozenten konnten sich dadurch gezielt auf den Wissensstand ihrer Gruppe vorbereiten und vermeiden, dass Teilnehmende entweder überfordert wurden oder bereits bekannte Inhalte ausführlich wiederholen mussten.
Die Grundlagenphase fand im Dezember 2025 und Januar 2026 statt. Insgesamt wurden neun Fortbildungsgruppen gebildet, die jeweils an zwei dreistündigen Seminarterminen teilnahmen. Jeder Gruppe standen damit sechs Stunden zur Verfügung, um zentrale Grundlagen kennenzulernen, Anwendungen zu erproben und deren Nutzen für den eigenen Unterricht zu reflektieren.
Die Inhalte orientierten sich an unterschiedlichen Bereichen des Unterrichts und des schulischen Arbeitsalltags:
Die Online-Seminare waren nicht als reine Vorträge angelegt. Die Lehrkräfte arbeiteten mit konkreten Unterrichtsszenarien, erprobten ausgewählte Funktionen und tauschten sich über Einsatzmöglichkeiten und Grenzen aus. Dabei wurde auch thematisiert, bei welchen Aufgaben digitale Unterstützung sinnvoll ist und welche fachlichen und pädagogischen Entscheidungen weiterhin bei der Lehrkraft liegen müssen.
Mir gefiel die konzentrierte Beschäftigung mit dem Thema, straff durchgezogen mit viel Motivation zum selber Ausprobieren. Hat sich für mich gelohnt. Gerne wieder im nächsten Level.
Das Seminar war sehr gut, da die Dozentin auf das Tempo der Teilnehmenden geachtet hat und immer wieder Rückfragen stellte.
Es war eine entspannte Einführung in das Thema KI und es war ein angenehmer Nachmittag an dem ich vieles selbst ausprobieren konnte.
Die Fortbildung war sehr informativ und es gab viele neue Ideen zum Ausprobieren.
Sehr gut war das eigene Ausprobieren, die rechtlichen Hinweise und, dass sehr viel Bezug auf den Unterrichtsalltag hergestellt wurde.
Die Veranstaltung war sehr interessant. Es wurde alles gut und verständlich erklärt. Ich habe viel neues gelernt.
Das KI-Seminar war genau das, was ich gesucht habe.
Starke Vorbereitung, freundliches und maximal engagiertes Auftreten der Dozenten. Es wurden sämtliche Fragen beantwortet und sehr interessante Inhalte und Ideen vermittelt.
Guter Input, viel Wissen in kurzer Zeit.
Es war abwechslungsreich und informativ. Das DU war sehr angenehm! Der Dozent hat alle Fragen/Unterbrechungen sehr freundlich beantwortet.
Nach Abschluss der Grundlagenphase wurden alle teilnehmenden Lehrkräfte zu ihren fachlichen und überfachlichen Interessen befragt. Die Inhalte der Aufbauphase wurden somit nicht vollständig im Voraus festgelegt, sondern auf Grundlage der tatsächlich geäußerten Bedarfe ausgewählt. Besonders häufig gewünschte Schwerpunkte konnten mehrfach angeboten werden, während weniger stark nachgefragte Themen entsprechend gebündelt wurden.
Im Mai und Juni 2026 fanden insgesamt 16 dreistündige Aufbauimpulse statt. Behandelt wurden unter anderem vertiefende Einsatzmöglichkeiten von KI im MINT-Unterricht, KI-gestützte Korrekturprozesse, digitale Zugänge zur Veranschaulichung mathematischer Zusammenhänge sowie die Dokumentation und Auswertung naturwissenschaftlicher Experimente. Ergänzend wurden überfachliche Themen wie die Vereinfachung von Feedbackprozessen und die digitale Heftführung aufgegriffen. In den fachspezifischen Aufbauimpulsen setzte das Calleo Institut ausschließlich Dozentinnen und Dozenten ein, die das jeweilige Fach selbst unterrichten.
Veranstaltungen für Mathematik, Biologie, Chemie, Physik oder Informatik wurden damit von Lehrkräften durchgeführt, die die fachlichen Anforderungen, typische Lernschwierigkeiten und konkrete Unterrichtsabläufe aus eigener Erfahrung kannten. Diese Fachnähe wurde von den Teilnehmenden besonders positiv aufgenommen. Die Beispiele und Einsatzmöglichkeiten wurden dadurch nicht nur technisch erläutert, sondern authentisch in den jeweiligen Fachunterricht eingeordnet.
Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen, weil sie praxisnah war. Wir haben nicht nur über KI gesprochen, sondern auch selbst mit Tools gearbeitet. Besonders hilfreich fand ich die konkreten Beispiele für den Matheunterricht in der 8. Klasse.
Die Fortbildung war super. Mir hat das Tempo und der Input sehr gefallen. Von allem genug und gute Steigerung im Thema. Der Einblick in das Thema KI hat sich erweitert. Besonders die Kombination KI und Wissensüberprüfung fand ich sehr hilfreich.
Es war sehr erfrischend und motivierend. Ich hatte Zeit zum Probieren und nutze effektiv die angebotenen Programme.
Sehr gut. Gut strukturiert. Sehr interessanter Input. Gute Möglichkeit der Informationsübergabe der bearbeiteten Inhalte.
Sehr gelungen empfand ich die vielen Praxisbeispiele zum direkten Ausprobieren.
Es wurden viele neue Möglichkeiten zum Einsatz der KI vorgestellt. Es war schön niederschwellig, sodass man sich die besten Dinge mitnehmen konnte.
Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. Tolle Informationen wurden übermittelt.
Die Veranstaltung war informativ und es gab gute Beispiele zum Einsatz der Programme.
Das Seminar war übersichtlich, lustig und mit Übungsphasen. Das Eingehen auf die Fragen und die Einbeziehung waren super.
Für die Fortbildungsreihe waren rund 150 Lehrkräfte aus Sachsen angemeldet. Insgesamt wurden 18 Grundlagenseminare und 16 Aufbauimpulse durchgeführt. Damit umfasste die Reihe 34 Online-Fortbildungen im Schuljahr 2025/26.
Die Evaluation fiel in beiden Projektphasen sehr positiv aus:
Die Rückmeldungen bestätigen sowohl die gemeinsame Grundlagenphase als auch die anschließende fachliche Spezialisierung. Während die Grundlagenseminare zunächst zentrale Einsatzfelder erschlossen, ermöglichten die Aufbauimpulse eine Vertiefung jener Themen, die von den Lehrkräften selbst als besonders relevant benannt worden waren.
Die Zusammenarbeit mit dem LaSuB zeigt, wie eine landesweite KI-Fortbildungsreihe trotz unterschiedlicher Vorkenntnisse fachlich differenziert gestaltet werden kann. Die Verbindung aus Niveauermittlung, gemeinsamer Grundlagenphase und bedarfsorientierten Aufbauimpulsen ermöglichte sowohl eine überfachliche Orientierung als auch konkrete Vertiefungen für den Mathematikunterricht, die Naturwissenschaften und die Informatik.
Geschäftsführer des Calleo Instituts
Stefan Burggraf von Frieling ist als Dozent an über 20 Universitäten tätig und ausgebildeter Gymnasiallehrer. Als Geschäftsführer des Calleo Instituts berät er Kultusministerien, Schulen und Führungskräfte in der Schullandschaft in den Bereichen Strategiemanagement, Digitalisierung & Lernpsychologie.
Wir unterstützen Lehrkräfte bundesweit dabei, ihren Unterricht mithilfe von erfolgsbewährten, praxisnahen Konzepten nachhaltig zu verbessern und durch den Einsatz digitaler Medien noch lernwirksamer und spannender zu gestalten.
Erfahren Sie, welches Fortbildungskonzept für Ihre Schule das richtige ist.
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